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Goethes Naturgedicht Mailied entstand – dem Titel entsprechend – im Mai 1771 (1775 in der Zeitschrift Iris veröffentlicht) und trug zuerst den Namen Maifest.[1]

Analyse Bearbeiten

  • freies Versmaß und Reim
    • Reimschema häufig abcb oder in der dritten Strophe abab (Kreuzreim)
    • Reim manchmal nur im Dialekt (Frankfurt) - z. B. Zeile 6 "Zweich" und Zeile 8 "Gestreich"
  • jambische Zweiheber mit männlichen Kadenz
  • Personifikation: Vers 4: Wie lacht die Flur
  • Parallelismus: Vers 22-24: "Wie lieb ich dich"
  • das lyrische Ich löst sich von Konventionen durch sprachlichen Gefühlsausdruck (achtmal wir die Interjektion "o" verwendet, sechsmal ein emphathisches "wie" (Vergleiche))

Interpretationsansätze Bearbeiten

  • Liebeslyrik
  • die Lobpreisung der Natur trennt weder Außen noch Innen
    • z. B. "Blüten" (5), "Zweig" (6), "Stimmen" (7), "Brust" (10)
    • und "Erde" (11), "Sonne" (11), "Glück" (12), "Lust" (12), zweimal "Liebe" (13)
  • panthetisches "Du" (17) als Quelle des Segens
  • Liebeserklärung an das Mädchen beginnend mit Vers 21,
    "das wir als Goethes Jugendliebe, die Sesenheimer Pfarrerstochter Friederike Birion, kennen."[2]

Quellen Bearbeiten

  1. Dr. Taha Ibrahim Ahmed Badri: Liebe und Natur in Goethes Gedichten »Willkommen und Abschied«  und  »Mailied«
  2. Eberhard Hermes, Abiturwissen Lyrik. 1985. 12. Auflage. Ernst Klett verlag, Stuttgart

Weblinks Bearbeiten


Deutsch
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