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"In einer Massendemokratie ist politische Kommunikation zum größten Teil medienvermittelt."[1]

"Politik ist, glaube ich, ohne mediale Vermittlung heute gar nicht mehr an die Wähler und Wählerinnen zu bringen. […] Der Zuschauer ist da weitaus weiter, als wir oftmals denken. Insofern: Machen wir ihm nichts vor, seien wir ehrlich![2]

Grundlagen Bearbeiten

  • Presse- und Meinungsfreiheit (Art 5. GG)
  • Staatsverträge
  • Rundverträge
  • Pluralismus (Außen- und Binnenpluralismus)

Aufgaben der Medien Bearbeiten

  • Information
  • Kontrolle (vierte Gewalt)
  • Meinungsartikulation
  • Politische Bildung

Das Problem der Selektion Bearbeiten

Meiden wählen einen Ausschnitt ihrer Meinung nach berichtenswerter, meist auflagen- bzw. quotenorientierter Inhalte aus. Diese Selektion birgt je nach Ausprägung der Medienkompetenz des einzelnen Bürgers (Adressat, Empfänger) die Gefahr einer vereinfachten, eindimensionalen Perspektive mit sich.

Prof. Dr. Kai Arzheimer macht insbesondere auf die Besonderheiten des Fernsehformats aufmerksam[3]:

  • Personalisierung
  • Visualisierung
  • Emotionalisierung
  • Dramatisierung
  • Verkürzung

Ein großen Einfluss haben ferner die Leitmedien.

Agenda-Setting und Priming Bearbeiten

Medien und Politik bestimmen häufig die öffentliche Diskussion. Ein solcher Diskussionsgegenstand kann für kurze Zeit ins Zentrum des Interesses gelangen und insofern als wichtig gelten (z. B. Sozialstaatsdebatte, Parteifinanzierung).

Die geschicktes gar strategische Plazierung solcher Themen wird als Agenda-Setting bezeichnet.

Priming folgt Prof. Dr. Kai Arzheimer zufolge[4] auf Agenda-Setting. Die Öffentlichkeit schreibt in Folge einer bestimmten Diskussion bestimmten Akteure eine bestimmte Eigenschaft oder auch Kompetenz zu (z. B. Sozialstaatsdebatte: "spätrömische Dekadenz".)

Modelle: Wer bestimmt die politische Agenda? Bearbeiten

Ulrich von Alemann[5] nennt drei Modelle nach Jan Kleinnijenhuis und Ewald M. Rietgerg werden zur Verdeutlichung der Diskussion herangezogen.

Alle drei Modelle gehen von jeweils drei Akteuren im Prozess der wechselseitigen Beeinflussung aus:

  • politische Akteure (Parteien, Regierungen, party-in-government)
  • Medien
  • Publikum

Top-down-Modell Bearbeiten

Poltische Akteure beeinflussen die politische Agenda der Medien, welche diese an das Publikum vermitteln, also "eine Kaskade es politischen Kommunikationsprozesses".[6] (Medien als Magd der Politik).

Mediokratie-Modell Bearbeiten

Die Medien bestimmen selbst wesentlich das öffentliche Meinungsbild und beeinflussen dadurch die politische Agenda. Ihre einnehmende Einflussnahme streckt sich dadurch auf die Entscheidungen politscher Akteure als auch die des Publikums aus.

Bottom-up Modell Bearbeiten

Der Bürger bzw. das Publikum selbst (Grasswurzelbewegung) beeinflusst das öffentliche Meinungsbild und prägt dadurch gleichzeitig primäre Diskussionen der Medien und politischer Akteure.

Weitere Gesichtspunkte Bearbeiten

Die zunehmende Popularisierung der professionalisierten, medialen Präsenz insbesondere der politischen Klasse, als auch die Probleme die mit Mediendemokratien einher gehen könnten, sind weitere Diskussionpunkte die sich aus dem Bereich Medien und Politik ergeben können.

Quellen Bearbeiten

  1. Prof. Dr. Kai Arzheimer: Folien zu Medien (pdf)
  2. Sabine Christiansen – Politik braucht mediale Vermittlung"
  3. Prof. Dr. Kai Arzheimer: Folien zu Medien (pdf)
  4. Prof. Dr. Kai Arzheimer: Folien zu Medien (pdf)
  5. Ulrich von Aleman, Parteien und Meiden, in: Oscar. W. Gabriel/Oskar Niedermayer/Richar Stöss [Hrsg.], Parteiendemokratie in Deutshcland, Bundeszentrage für politische Bildung, Bonn 2001, S. 467ff.
  6. Ulrich von Aleman, ebenda

Weblinks Bearbeiten