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Das Grundgesetz unterscheidet Wahlen und Abstimmungen. Artikel 28 und 38 GG und die Wahlgesetze legen die Wahlgrundsätze des Bundes und der Länder fest. Ein bestimmtes Wahlsystem legt das Grundgesetz allerdings nicht fest.

Seit dem Bundeswahlgesetz von 1956 (§ 1 Abs. 1) ist allerdings eine Personalwahl mit einer Verhältniswahl gängige Praxis.

Wahlformen Bearbeiten

Eine Gegenüberstellung[1] gibt sich wie folgt:

Verhältniswahl
(Listenwahl)
Mehrheitswahl
(Persönlichkeitswahl)
reine Verhältniswahl absolute Mehrheitswahl
Verhältniswahl mit Sperrklausel
(5 % in Deutschland)
relative Mehrheitswahl
(Sieger hat die meisten Stimmen)
Repräsentationsziel
Verteilung der Mandate entsprechend der Stimmanteile Mehrheitsbildung im Parlament

Wahlsystem zum Deutschen Bundestag Bearbeiten

Wikipedia-Grafik: Personalisierte Verhältniswahl der Bundesrepublik Deutschland[2]

Der Bundestag wird in einer personalisierten Verhältniswahlgewählt.

Jeder Wahlberechtigte hat zwei Stimmen: die Erststimme(Personenstimme) und die Zweitstimme(Listenstimme).

Die Fünfprozentklausel verhindert ein Einzug von Parteien unter fünf Prozent der Zweitstimme oder mindestens drei #Direktmandate erhalten.

Wahlgrundsätze Bearbeiten

  • grundsätzlich ist die Bundestagswahl
    • allgemein (alle sind wahlberechtigt)
    • unmittelbar (direkte Umrechnung in Mandate)
    • frei (unbeeinflusst z. B. durch Zwang oder Erpressung)
    • gleich (alle haben gleich viele Stimmen) und
    • geheim (verdeckte, nicht öffentliche Abstimmung)
  • keine Wahlpflicht
  • Wahlberechtigung ist an die deutsche Staatsbürgerschaft geknüpft
  • wahlberechtigt ist ist jeder Staatsbürger mit der Vollendung des 18. Lebensjahrs

Direktmandate Bearbeiten

Jeder Kandidat der ein Direktmandat erhält, ist als Abgeordneter gewählt.

Quellen Bearbeiten

  1. Duden - Politik Gymnasiale Oberstufe, Rytlewiski, Wuttke, u.a, Duden PAETEC GmbH, Berlin, S. 542
  2. Horst Frank, German Wikipedia, GNU und Creative Commons 3.0

Weblinks Bearbeiten